„Die besten Jung-Börsianer des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes“. Unter diesem Namen startete am 1. Februar 2016 das Börsenspiel der Volksbanken Raiffeisenbanken, an welchem sich 180 Auszubildende von insgesamt 48 Genossenschaftsbanken beteiligten.

Das Ziel bestand darin, in einem Zeitraum von 120 Tagen,  bis zum 31. Mai 2016,  sein anfängliches Startkapital von 50.000,00 EUR, durch geschicktes Handeln an der virtuellen Börse mit z.B. Aktien, Optionsscheinen und festverzinslichen Wertpapieren,  zu vermehren. Die Kurse und Nennwerte der handelbaren Finanzprodukte orientierten sich dabei jedoch 1:1 an den realen Kursen der deutschen Aktienmärkte.

Obwohl das Börsenspiel natürlich mit rein virtuellen Kapitalmitteln betrieben wurde, konnte man durch dieses einen tieferen Einblick in die facettenreiche Welt der Finanzmärkte erlangen und wusste sich nach einer gewissen Einarbeitungszeit auch gut zu orientieren und sein vorhandenes „Spielgeld“ zielgerichtet einzusetzen. So bemerkte man recht schnell, dass einige Produkte, wie festverzinsliche Wertpapiere in einem Zeitraum von knapp 4 Monaten eher eine geringer Rendite erwarten lassen und hochspekulative Finanzinstrumente, wie z.B. Knock-Out Optionsscheine die Chance boten, sein anfängliches Kapital innerhalb dieser Zeit exorbitant zu steigern.

Da es sich bei letzteren jedoch eigentlich nur um eine Wette auf Kurse verschiedener Aktien und Indizes handelt, war das Verlustpotenzial natürlich um ein Vielfaches höher, was das ein oder andere Teilnehmerdepot auch, mehr oder weniger, schmerzlich getroffen hat. So ist man eigentlich gut beraten gewesen, seine Mittel in verschiedene Sektoren zu streuen, um eventuelle Verluste durch andere Gewinne wieder ausgleichen zu können und dabei dem Risiko eines Totalverlustes seines Kapitals aus dem Weg zu gehen, was jedoch auch nicht immer klappte.

Alles in allem war es ein wirklich interessantes Spiel, was natürlich auch einen gewissen Ehrgeiz geweckt hat und aus dem man letztendlich einige Lehren in Bezug auf den Handel an den deutschen Aktienmärkten ziehen konnte.

Bis bald,

Julian Wilde